Monatliche Archive: Mai 2012

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Tarzan und Jane

Wie im Titel benannte Protagonisten sind wir über ellenlange Drahtseile durch den Jungle gesaust. Ein riesen Spass und das letzte große Highlight unserer Reise. Aber beginnen wir am Beginn und nicht etwa mitten drin 😉 Der Beginn unserer Zentralamerikareise war Cancun/Mexiko. Seitdem sind wir gut rum gekommen, wie diese Google Grafik zeigt: Nachdem wir von einem Vulkan in Leon beboarded sind, kamen wir in der kleinen Kolonialstadt Granada an,welche sehr hübsch anzuschauen ist. Wir sind durch die Straßen der Stadt und Richtung See geschlendert. Der See ist gigantisch groß, man sieht das andere Ufer nicht, dadurch wirkt er wie ein Meer. Angesichts dessen, dass dort auch Haie drin rum schwimmen, kann man ihn also schon fast als Solches bezeichnen. Allerdings ist dieser See nicht nur groß sondern auch so dreckig, dass davon abgeraten wird darin zu schwimmen. Ehrlich gesagt sah das Ufer und sogar die Touristenpromenade auch nicht besonders einladend aus. Außerdem war hier wirklich gar nichts los. In Zentralamerika startet die Regenzeit Anfang Mai, daher ist die Saison Ende April vorbei, was man sowohl in der Fülle der Hostels als eben auch an solchen touristischen Sammelplätzen merkt. Einen Tag haben wir genutzt um zu einem Kratersee zu fahren. Dort […]

On Tour

Die letzte Woche war geprägt von Busfahrten. Wir machen zwar Urlaub, trotzdem müssen wir irgendwie voran kommen, schließlich wartet am 29. Mai ein Flieger in San Jose (Costa Rica) auf uns. Das erste große Stück haben wir vor einer Woche am Monatg zurück gelegt. Netterweise haben uns Katha und Carlos zum Busbahnhof nach Guatemala Stadt gefahren, wir hätten ihn wahrscheinlich auch nie gefunden. Zuerst sind wir direkt mal in den falschen Bus gestiegen, diese komischen Städtenamen klingen manchmal aber auch gleich. Unser Ziel war Esquipulas, ein kleines Städtchen Nahe der Grenze zu Honduras, die wir an diesem Tag noch überqueren wollten. Nach knapp 6 Stunden, um 18 Uhr, waren wir auch da, haben uns ein Sammeltaxi geschnappt und sind über die Grenze. Ohne Probleme. Noch. Der kleine Ort in Honduras, Namens Ocotepeque, sollte zur Übernachtung dienen, schließlich ist der nur 22 km von der Grenze entfernt und beherbergt ein Hotel. Nur dumm, dass der letzte Bus dorthin um 17:30 Uhr fuhr. Nun standen wir mit Sack und Pack da. Wir fragten die Leute, die vor einem riesen Reisebus standen, wann und wohin der denn fahren würde. Die Antwort war kurz, knapp und deprimierend: Mitternacht direkt nach San Pedro Sula, der […]

Guats up?!

Dieses Wortspiel platzieren die Guatemalteken auf den meisten Merchandise-Artikeln, ob nun T-Shirt, Tasse oder Armband. Doch die Antwort auf die dahinter stehende Frage (what`s up?) ist einfach zu beantworten: So Einiges! Das Flores und das nahe gelegene Tikal (Maya Ruinen) echte Hingucker waren, habe ich ja schon erwähnt. In Rio Dulce hatten wir zum ersten Mal das Gefühl so richtig in Zentralamerika angekommen zu sein. Hier wird auf der Haupstraße, auf der stinkende LKW graue Rauchwolken ausblasen gekocht und gegessen, gefeiert und jeglicher Schnickschnack verkauft. Viel besser hat es allerdings in El Paiso gerochen, denn  hier findet man wunderschöne Wasserfälle mitten im Jungle, die in einladende Naturpools münden. Das allein ist ja schon fast Routine auf unserer Reise, die Beschaffenheit des Wasserfalls allerdings nicht. Das Wasser ist kochend heiß. Und wenn ich heiß sage, meine ich das. Das Wasser des Falls ist so heiß, dass man nicht drunter gehen sollte. Diese Gegend ist ein regelrechtes Naturparadies, wir sind von am Hang entlang ragenden Baumwurzeln in den Pool gesprungen und haben die durch einen Minitauchgang zu erreichende Natursauna genossen. Am Abend haben wir ein leckeres (und billiges) Mal auf der Straße zu uns genommen und sind dann über die größte Brücke […]

Die dritte Welt (Update!)

Eigentlich gibt es den Begriff “dritte Welt” nicht mehr. Trotzdem weiß mutmaßlich jeder was damit gemeint ist und vor allem beschreibt es meinen ersten Eindruck den ich hatte, als ich nach unserer recht aufregenden Nachtfahrt von Tulum (Mexiko) nach Belize City (Belize) ankam. Die Fahrt in einem modernen Reisebus hätte entspannt werden können. War sie aber nicht. Erstens herrschte in dem Bus eine wirklich krankhafte Kälte – die Klimaanlage war wieder mal bis zum Anschlag und darüber hinaus aufgedreht – und zweitens erwies sich die Grenzüberquerung als erstes kleines Abenteuer. Bekanntermaßen muss man in einigen zentralamerikanischen Ländern eine Ausreisegebühr zahlen, Mexiko gehört zumindest in der Theorie nicht dazu. Das war dem korrupten Grenzbeamten leider ziemlich egal, der nämlich wollte von jedem Passagier geschlagene 25 US Dollar haben. Als ein mutiger Brite nach der Grundlage dieser Gebühr fragte, bekam er keine Antwort. Zahlen konnte man nur, wen wundert`s, cash. Nix Kreditkarte, nix Bankautomat. Da wir recht viele europäische Reisende waren, haben wir uns entschlossen einfach nicht zu bezahlen und auf den eigentlich wichtigen Ausreisestempel zu verzichten. Auf belizischer Seite war das dann Gott sei Dank auch kein Problem.  Früh um 8 kamen wir nun nach einer recht schlaflosen Nacht am Busbahnhof […]