MEINE REISEN


Das Allerletzte

Das beste kommt zum Schluss? Naja, in unserem Fall nicht ganz, denn zum Schluss mussten wir eine ganz schön lange (Rück-)Reise hinter uns bringen. Sage und schreibe 9 Stunden waren wir unterwegs bis wird im Bett, in Brielow, bei Carstens Eltern waren. Bis dahin hatten wir aber noch ein paar schöne Tage in Griechenland: Nach dem famosen Abend in der Elysium Sunset Bar haben wir am nächsten Tag gleich zwei Strände angefahren. Beide waren relativ weit weg (30 Minuten mit dem Quad) und etwas ruhiger. Der Lia Beach liegt in einer kleinen Bucht und ist somit etwas windgeschützt. Dort machten wir aber nix weiter als einfach nur rumzugammeln, ein bisschen NEON zu lesen und zweimal ins Wasser zu gehen und ein bisschen zu schnorcheln. Ein Schnorchelset hatten wir uns auf Carstens Wunsch gekauft und nicht bereut das getan zu haben. Zwar gibt es vor Mykonos nicht wie vor der australischen Ostküste oder in der Karibik schöne Korallenriffe, wohl aber einen ganzen Haufen, teils sehr bunter Fische zu beobachten. Gegen 15 Uhr brachen wir wieder auf um den Kalafatis Beach zu besuchen. Dieser Strand war der bis dato größte und vor allem ruhigste. Man höre und staune: Dort gab es Sonnenliegen- und Schirme kostenlos. […]


Gut was los auf Mykonos

Im positiven wie im negativen ist richtig was los auf dieser sehr besonderen Insel, wobei ersteres deutlich überwiegt! Am Donnerstag kamen wir mit der Fähre nach über fünf Stunden auf Mykonos an. Bekannt ist die Insel, die zu den Kykladen, einer Inselgruppe im Ägäischen Meer gehört, vor allem für drei Dinge: 1.) Die malerische Altstadt von Chora mit ihren weißen Häusern Malerisch trifft es. Die Architektur wonach die Häuser hier gebaut wurden ist wunderschön. Fast alle Gebäude sind schneeweiß und haben blaue Fenster- und Türrahmen. Selbst die kleinen Gassen sind zu großen Teilen weiß gestrichen. In der Innenstadt fahren keine Autos, nur viele reiche Menschen flanieren durch die Gässchen und gucken interessiert in die unzähligen Boutiquen von Dior, Dolce Gabana, Breitling & Co. 2.)  Das Jet Set Leben und die Sommerresidenzen der Reichen Das sieht man in erster Linie natürlich durch die Preise hier. Wir haben schon geschluckt als der Kellner im Jackie O. für zwei kleine Bier 16 Euro haben wollte – und das ist längst nicht das teuerste Bier hier. In der Elysium Sunset Bar zahlt man dafür gleich mal 20 Euro. Auch die Liegen am Strand können gerne 50 Euro kosten – von den Wassersportangeboten, die es […]


Krisen-Urlaub oder: Greecenurlaub

Soll ich, oder soll ich nicht? Ist ein Urlaub so bedeutend, dass es sich lohnt einen Blog Artikel dazu zu schreiben? Diese Frage stelle ich mir eigentlich immer wenn es weiter weg als Berlin geht. Meistens komme ich zu dem Schluss, dass es sich nicht wirklich lohnt, `nen Facebook Post tut es schließlich auch. So dachte ich auch am Anfang dieser Reise: Knappe zwei Wochen Griechenland, drei volle Tage Athen, dann mit der Fähre nach Mykonos, dann nochmal ein Tag und eine Nacht in Athen, und dann zurück nach Hause. Jetzt, auf der Fünf-Stunden-Fahrt vom Hafen in Piräus auf die Jet-Set Insel Mykonos habe ich meine Meinung offensichtlich geändert. Nun doch einen Blog Post. Und wie immer beginne ich am Beginn, und nicht etwa mitten drin: Nachdem sich unsere Freunde und Reise-Buddies Sven und Phil dieses Jahr alleine aus dem Staub gemacht haben (Kanada – USA Reise (ok, wir hatten nur keine Kohle mitzukommen)) mussten wir uns selbst was suchen. Die Wahl war keine Schwierige, schon seit Längerem haben wir, Carsten und ich, Lust auf Griechenland. Mittelmeer, Wärme, eine interessante Hauptstadt voller Geschichte, eine Insel mit großer Szene und weltberühmten Stränden, das hat uns sehr gelockt. Also haben wir uns ob […]


Proper Country

Wir sind zurück in Deutschland, Phil, Carsten und ich sind wieder im deutschen kalten Alltag angelangt. Sven war schon am Donnerstag mittag geflogen, er musste wegen Arbeit schon eher zurück. Gott sei Dank konnte er an dem Mittwoch noch unseren Trip nach Hebron mitmachen, die Stadt, die erst heute wieder in den Medien war: Für uns kam, ich mag das ja, wieder alles anders als eigentlich geplant. Aus unseren Roof Top Parties am Donnerstag Abend ist nichts geworden. Obwohl ich meinen Lonely Planet (Reiseführer) ganz neu gekauft hatte, war er wohl auflagentechnisch schon im wahrsten Sinne in die Jahre gekommen, eine im Buch gelobt- und beschriebene Lokalität existierte schon zwei Jahre nicht mehr. Kein Wunder, dass uns sämtliche Leute die wir ansprachen um uns den Weg dorthin zu weisen,  etwas ungläubig anguckten. Auch die zweite Roof Top Party war einfach nicht zu finden (oder ebenfalls nicht mehr existent, also sind wir zusammen mit zwei an diesem Abend kennengelernten Israelis mit chilenischen Wurzeln in einen andern Club gegangen. Der war kostenlos, riesen groß, ziemlich voll – und irgendwie langweilig. Mittlerweile, nach dem wir etwas ziellos, aber mit sehr viel Spaß durch weitere, teils recht zwielichtige (Apollo Club) Läden gestapft sind, war es […]


Alles anders

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Wir sind nicht wie am Ende des letzten Beitrags angekündigt nach Haifa gefahren, sondern haben uns für die wohl heikelste Stadt in Israel, Hebron, entschieden. Die Entscheidung dorthin zu fahren hat lange gedauert und kam am Ende doch spontan, nach einem langen Tag in Tel Aviv: Recht zeitig aufgestanden haben wir uns je ein Bike geliehen und sind in den riesigen Hayarkon Park gefahren. Ein sehr gepflegtes Stückchen Tel Aviv, wo auch das Lady Gaga Konzert war. Am Rande des Parks gaben wir die Bikes zurück, schließlich mussten wir im 30 Minuten Limit bleiben. Dann sind wir ewig geschlendert, erst durch den Park, dann durch Wohngebiete und schließlich das City Business District und weiter zum Rathaus Tel Avivs. Das versprüht einen Charme wie die DDR 1970 und ist nicht weiter sehenswert. Später gingen wir zum Strand und gegen Sonnenuntergang radelten wir in die White City von Tel Aviv. Dieses Viertel ist die erste Siedlung außerhalb der Stadtmauern vom alten Jaffa und ist wunderschön. Den Abend verbachte ich mit Carsten allein. Wir sind herrlich (und herrlich teuer) Essen gewesen, haben 500 Schekel (100 Euro) gelöhnt, noch ne Pulle Wein geholt und am Strand versucht ein bisschen […]


Feiern bis zum Tod

Wir leben noch. Alle. Trotzdem passt die Überschrift, denn bis zu unserem gestrigen Trip ans Tote Meer, haben wir nicht viel mehr gemacht als den Strand genossen und eben gefeiert. Von der ersten Partynacht hatte ich ja schon geschrieben, die zweite, am Freitag, sollte ganz ähnlich sein. Nach etwas Aufhübschen sind wir zur „Forever Tel Aviv“ gegangen, einer vermeintlich riesigen Party in einer ebenso großen Location. Als wir ankamen, sahen wir, dass die Location tatsächlich riesig war, nur war der Club leider so leer wie die Wüste Negev im Süden Israels. Wie wir später feststellen durften, lag das allerdings an der Uhrzeit. Naiv wie wir nun mal sind, waren wir schon früh um 1 angetütelt am Rand der Tanzfläche – wohl zu zeitig für Tel Aviver Verhältnisse, kurz vor 2 war der Club dann rammelvoll. Es war wirklich ziemlich cool, der DJ hat nicht nur ein zwar hartes, aber doch tanzbares Liveset gespielt, sondern sich selbst mit einem Elektroschlagzeug begleitet – und das mit einer Leidenschaft, als hätte er seinen Traumjob mit seinem Lieblingshobby verbunden. Bis um 6 haben wir uns in den Massen herumgetrieben, ehe wir mit einem Taxi heim sind. Am Samstag, wir hatten ja nun gelernt, dass man […]


Hinter der Mauer

„Wir leben in einer Welt voll Mauern, und diese Mauern müssen von Männern mit Gewehren beschützt werden“ Das ist ein Zitat aus meinem Lieblingsfilm, stammt von 1992 und ist noch immer aktuell. Kiew will im Osten der Ukraine eine Mauer an der Grenze zu Russland bauen, Israel hat das schon hinter sich. 2004 wurde eine riesige Mauer zwischen Jerusalem und den Palästinensergebieten gebaut. Zehn Meter hoher und 1,30 Meter Beton grenzt nun die Westbank (Westjordanland) von Israel ab. Was schrecklich für die Bewohner hinter der Mauer und die zwecks deren Bau quasi enteigneten Landbesitzer sein mag, hilft der israelischen Sicherheit immens. Seitdem die Mauer steht, sind die Selbstmordattentate in Israel signifikant zurück gegangen. 2006 fand der letzte statt. Wir wollten beide Seiten der Mauer sehen und haben am Montag mit der israelischen Seite, sprich mit Jerusalem angefangen. So zeitig, wie wir uns das vorgenommen hatten, sind wir natürlich nicht aus dem Nest gekommen, aber zumindest waren wir so zeitig dran, dass wir mit dem Shuttlebus, der uns günstige 24 Schekel (rund 5 Euro) p.P. gekostet hat, um 11 in Jerusalem, der wohl umstrittensten Stadt der Welt ankamen. Sowohl Palästina als auch Israel sehen Jerusalem als ihre Hauptstadt an. Davon haben wir […]


geSTRANDed

In Tel Aviv angekommen, war klar, dass wir zu erst das machen, worum es in Tel Aviv in erster Linie geht: An den Strand zu gehen. Bis dahin war`s ein weiter Weg. Ein bisschen deprimierend ist es ja schon, wenn man am ersten Urlaubstag zeitiger aufstehen muss, als unter der Arbeitswoche Um 6 klingelte unbarmherzig der Wecker, aber zugegeben war das Aufstehen ziemlich leicht. Die Koffer hatten wir schon am Vorabend gepackt, nur unsere überdimensionierten „Kulturbeutel“ mit einem Überfluss an Haarsprays, Parfums und sonstigen Kosmetikartikelchen musste noch befüllt und verstaut werden. Bewaffnet mit Rollkoffer, geschmierten Schnittchen und riesen Vorfreude haben wir unsere urlaubshungrigen Hintern ins Auto geschwungen um Sven noch abzuholen und gen Halle zu düsen. Dort erwartete uns Phil, wir waren komplett und konnten Berlin ansteuern. Wenn auch recht lustig war die Fahrt auch angespannt. Schließlich hörten wir im Vorhinein Gruselgeschichten über erhöhte Sicherheitskontrollen bei Reisen nach Israel und damit verbundenen Zeitaufwands. Gerade Mr. „Abwarten“ und die Ruhe selbst Sven konnte sich nicht recht entspannen und hatte Angst, dass die 3 Stunden im Flughafen bevor das Gate schließt nicht reichen könnten. Sie reichten – und zwar locker. Wir mussten zwar durch insgesamt drei Sicherheitsschleusen, aber alles war entspannt, genauso wie der Flug zum […]


Auf in den Krieg

Ich fühle mich schlecht. Ein bisschen. Weil ich mir gerade meinen letzten Beitrag durchgelesen und festgestellt habe, dass das Ende meiner letzten großen Reise nach Nord- und Mittelamerika noch dokumentiert werden sollte. Aber eigentlich gab es nicht mehr so viel zu erzählen. Der Flug verlief entspannt, ich wurde von meinem Schatz würdevoll in Berlin empfangen und war recht schnell wieder im deutschen Alltag angekommen. Seitdem habe ich einige kleine Trips unternommen, wobei das Highlight sicher die 5-Tagesreise nach Marrakesch (Marokko) gewesen ist. Die anderen Trips (Bootstouren auf der Havel, Männertag in Wien, Studi-Treff in Rathen) waren zwar sehr schön, aber wohl doch für Außenstehende nicht interessant genug um sie hier zu bloggen (Oder ich war jeweils einfach zu faul – mag sein) Jetzt soll alles anders werden. Israel ist weder Malle noch Granne, ich wage zu behaupten, dass hier die meisten Leser noch nicht urlaubten, und dass die Berichte über Reisen in diesem krisengeschüttelten Land auch etwas interessanter sind. Die Idee zu dieser Reise ist so schnell entstanden wie sie beinahe langsam wieder gestorben wäre. Im Februar blobbte eine neue WhatsApp Gruppe auf meinem alternden Handy auf, erstellt von Phil, einem sehr guten Freund, den ich in Erfurt kennengelernt hatte. […]


Tarzan und Jane

Wie im Titel benannte Protagonisten sind wir über ellenlange Drahtseile durch den Jungle gesaust. Ein riesen Spass und das letzte große Highlight unserer Reise. Aber beginnen wir am Beginn und nicht etwa mitten drin 😉 Der Beginn unserer Zentralamerikareise war Cancun/Mexiko. Seitdem sind wir gut rum gekommen, wie diese Google Grafik zeigt: Nachdem wir von einem Vulkan in Leon beboarded sind, kamen wir in der kleinen Kolonialstadt Granada an,welche sehr hübsch anzuschauen ist. Wir sind durch die Straßen der Stadt und Richtung See geschlendert. Der See ist gigantisch groß, man sieht das andere Ufer nicht, dadurch wirkt er wie ein Meer. Angesichts dessen, dass dort auch Haie drin rum schwimmen, kann man ihn also schon fast als Solches bezeichnen. Allerdings ist dieser See nicht nur groß sondern auch so dreckig, dass davon abgeraten wird darin zu schwimmen. Ehrlich gesagt sah das Ufer und sogar die Touristenpromenade auch nicht besonders einladend aus. Außerdem war hier wirklich gar nichts los. In Zentralamerika startet die Regenzeit Anfang Mai, daher ist die Saison Ende April vorbei, was man sowohl in der Fülle der Hostels als eben auch an solchen touristischen Sammelplätzen merkt. Einen Tag haben wir genutzt um zu einem Kratersee zu fahren. Dort […]