MEINE REISEN

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Riestanbul

Kein Schreibfehler, sondern meine Art kurz und knapp zu sagen, wie Istanbul auf mich gewirkt hat: RIESIG. Ich war schon in einigen Metropolen, New York, Bangkok, LA… aber noch nie kam mir eine Stadt derartig groß vor. Vielleicht liegt das daran, dass sich unser Hotel in einer Ecke der Stadt befunden hat, in der man als normaler Touri wohl nicht hinkommt – weit weg von der Innenstadt. Das Hotel war eben in der Nähe der Klinik, und auch die ist ja nicht gerade ne Touristenattraktion, auch wenn sie in gewisser Weise ein Touristenziel ist.  Schon früh um acht sollte ich diesmal abgeholt und wieder in die Klinik gebracht werden – zum Nachsorgeterminen. Diesmal musste ich alleine aufstehen und frühstücken, das war trotzdem leicht für mich.  Im Warteraum angekommen waren schon einige andere Patienten da. Wir wurden alle nach der Reihe in ein winziges Zimmer geholt, in dem uns der Verband abgezogen wurde. Das fühlte sich an wie ein riesiges Pflaster, was abgeruppt wird. Autsch.  Danach durften wir uns auf einem Flatscreen noch ein YouTube Video reinziehen, was uns zeigen sollte, wie man denn die aufwändige Haarwaschprozedur durchführt. Dr. Balwi war mal wieder zu sehen und wurde super schlecht auf deutsch […]

Haarklinik

How to survive 8 Stunden OP

Istanbul, 2. Dezember, 7:20 Uhr. Der Wecker klingelt nach geschätzt 3 Stunden Schlaf. Mehr als ich erwartet habe, denn ich konnte überhaupt nicht einschlafen. Als der TV aus und es ruhig im Zimmer war, hatte ich so richtig viel Zeit und Ruhe mir jede Menge Gedanken über die bevorstehende OP zu machen. Dabei habe ich mich selbst so richtig schön in die zu erwartenden Schmerzen rein gesteigert. Die Hölle! Carsten stand mit auf, ich zog mir wie empfohlen was bequemes an und wir schlenderten zum Frühstück. Unspektakulär für ein 5 Sterne Hotel, aber ich hatte ob des üppigen Abendessens eh keinen Hunger. Kurz nach 9 war dann auch schon der Shuttle da um mich zur Klinik zu fahren. Dort angekommen wurde ich vom Fahrer noch direkt bis zur Annahme im 15. Stock gebracht. Dort traf ich dann direkt Tobi wieder, der 27. Jährige Kölner, der sein Aufnahmegespräch schon hinter sich hatte. Ich musste gar nicht so lange warten, kurz vor 10 kam ich ins Sprechzimmer in dem mich eine fließend deutsch sprechende Lady empfing und ihren Text mehr oder weniger unterratterte. Die üblichen Gesundheitsfragen wurden gestellt, unter anderem auch, wie es mir ginge und ob ich aufgeregt wäre. Meine nachdrückliche Bejahung […]

A life changing Urlaub!

Yeah. Nach zwei Jahren endlich wieder ein Blog Beitrag, eine Reise, die es sich lohnt hier im Blog zu begleiten. Sie geht drei Tage. Drei Tage? Ich war in den Corona Jahren 2020 und bisher in 2021 doch verhältnismäßig oft und vor allem länger im Urlaub. Zweimal an der Ostsee (an der Deutschen in 2020, an der polnischen in 2021), einmal in Holland, zwei Mal in Spanien (Malle + Granne). Offensichtlich war es keiner der Reisen wert, hier darüber zu schreiben. Nicht weil es nicht schön gewesen wäre, das war es mehr oder weniger immer, sondern einfach weil bei diesen Zielen aus meiner Sicht zu wenig, sagen wir: exotisches passiert ist.  Und was ist jetzt an diesem Kurztrip nach Istanbul anders? Nun, erstens ist es nicht Europa und deswegen per se schon mal „aufregender“ und zweitens ist der Grund der Reise nicht etwa ein später Urlaub, sondern nichts weiter als eine Beauty Reise. Nicht weil ich ins Wellness Hotel fahre und mich verwöhnen lasse, sondern weil ich Menschen gestatte, mir viele (ich befürchte sehr viele) Spritzen in den Kopf zu jagen, mich dann ca. 7 Stunden mit Hohlraumnadeln zu penetrieren und mich danach längere Zeit wie eine Mischung aus Walking […]

No Ping Pong Show

No Ping Pong Show! Was ist denn da los? An unserem letzten Abend im Urlaub waren wir nochmal auf der weltberühmten Khao San Road in Bangkok und uns wurde kein einziges „Ping Pong Show“ Schild vor die Nase gehalten. Ob sich da Gesetzte geändert haben? Auch sonst kamuns die Khao San Road deutlich entspannter als letztes Jahr, wo wir sie am Anfang unseres Urlaubs besuchten, vor. Doch bis wir dieses Jahr zurück nach Bangkok kommen sollten, war noch ein weiter Weg, der ziemlich unrühmlich begann. Es war einmal in Siem Reap, Kambodscha. Nach einem einfach herrlichen Tag auf dem Tonlé Sap sind wir ja durch einige Bars gezogen und zum Schluss in einem Open Air Roof Top Club gelandet. Die Stimmung war prächtig, der Alkohol floss in Strömen und wir verschwendeten nicht etwa unsere Energie damit, an den nächsten Tag zu denken, sondern eher mit tanzen. Irgendwann gegen, ähm, spät, sind wir im Hotel gelandet, natürlich nichts gepackt, dass wollten wir dann früh schnell machen. Da uns der Tuk Tuk Fahrer zwischen 7:15 und 7:30 Uhr abholen wollte, stellten wir den Wecker auf 6:30 Uhr. Wir hörten ihn sogar, snoozten ihn aber weg, zweimal, dreimal, ich weiß es nicht mehr. […]

Drogenpizza

In Kambodscha gibt’s Drogenpizza. Also eine normale Pizza angereichert mit etwas Cannabis. Nein, das war für uns nicht der einzige Grund in dieses Land zu reisen. Da wären noch Angkor Wat, ein gigantisch großes Gebiet, auf dem mehrere Tempelanlagen im Jungle zu finden sind. Die wurden alle vom neunten bis zum 13. Jahrhundert erbaut und stehen zu großen Teilen heute noch. Damals lebten dort Zehntausende Menschen – zu einer Zeit wo London noch mehr oder weniger ein Dorf war. Außerdem hat mich ganz besonders das alltägliche Leben in dem Land interessiert, es ist eines der am wenigsten entwickelten Länder dieser Region. Deswegen sind wir zuerst von Saigon im Bus nach Phom Phen, der Hauptstadt Kambodschas gefahren. Leider hat die Fahrt gut 1,5 Stunden länger gedauert, als wir gedacht hatten, der Grenzübergang kostet und ist etwas bürokratisch, letztlich sind wir lange gefahren, vorbei an einfachsten Hütten, die auf Stelzen an der Hauptstraße entlang gebaut wurden. Zwischenzeitlich haben wir auch angehalten, an einer Raststätte, die edel aussah und auch edle Preise hatte. Dort hat man für nen Kaffee auch gerne mal 3 Euro bezahlt. Bei einem durchschnittlichen Verdienst eines Arbeiters in diesem Land von ca. 200 Dollar pro Monat ist das ne […]

Krieg und Kultur

Saigon, so hieß die Stadt zu Zeiten des Vietnam Krieges, ein spannendes, sehr interessantes Stück Geschichte, wie ich finde. Frank Lucas, der Drogenbaron, der damals in den Särgen der amerikanischen Soldaten, die in diesem Krieg gefallen waren, Kokain in die USA Schmuggelte, wurde im Film American Gangster von meinem Lieblingsschauspieler Denzel Washington verkörpert – und schon als ich diesen Film sah, konnte ich mich, eigentlich ein Geschichtstrottel, für die Geschichte der damaligen Zeit erwärmen. Die Gegend, in der die Vietkong im Guerilla Krieg gegen die Amerikaner und die Südvietnamesen gekämpft haben, ist heute zu besichtigen, inklusive der kilometerlangen Tunnel, in dem die Vietkong gekämpft und sich versteckt haben. Der Mekong, einer der größten asiatischen Flüsse, der durch ganz Südostasien fließt und in einem großen Delta ins Meer mündet, bietet die Chance, etwas vom vietnamesischen Leben außerhalb der großen Stadt zu erleben, auch das war Grund für uns in dieses Land zu reisen. Diese Reise startete nach unserem Flug von Kuala Lumpur. Schon kurz nach 10 Uhr Ortszeit kamen wir an, die Immigration ging fix und auch der Kauf der SIM Karte war schnell erledigt. Für je knappe 4 Euro waren wir jeweils mit 5 GB mit Vinaphone unterwegs, das Netz […]

Not Allowed

Not allowed!Diese titelgebenden Worte sind wohl das erste, was uns zu Kuala Lumpur einfällt. Die haben wir in dieser interessanten Stadt sehr oft gehört. Warum? Erzähl ich gleich. Zuerst rechtfertige ich mich mal dafür, dass ich nun schon das zweite Jahr in Folge nach Südostasien geflogen bin. Muss ich das überhaupt? Egal! Zwei Gründe: Es ist einfach super schön hier, nette Menschen, günstig, schöne Natur, geiles, weil warmes Wetter. Okay, das waren jetzt deutlich mehr Gründe, aber ich fasse sie als Grund Eins zusammen: Weil es toll ist. Grund Zwei: Hochzeitsanzüge. Wie der ein- oder andere evtl. mitbekommen hat, haben wir, Carsten und ich, nächstes Jahr „großes“ vor und brauchen dazu richtig schöne Anzüge. Klar, die kann man sich in den südostasiatischen Ländern prima maßschneidern lassen ohne einen Kredit aufnehmen zu müssen. Eigentlich wollten wir dieses Jahr Afrika – wahrscheinlich Namibia – bereisen, das haben wir nun also verschoben. Da wir nicht einfach nur wieder nach Thailand wollten, hatte ich mir eine „Mehr-Land-Route“ überlegt. Irgendwie hatte ich schon oft von Kuala Lumpur gehört, und das nicht nur als Umsteigeflughafen. Die Hauptstadt Malaysias ist sehr modern, hat ein paar beeindruckende Wahrzeichen, wie die Petronas Towers und die Batu Caves und sollte […]

World Pride New York City

Es war einmal, vor langer Zeit (also, wenn man ein halbes Jahr ne lange Zeit nennen kann) in Thailand, da kam ein Jüngling (Carsten) daher, und meinte, dass sich im nächsten Jahr (2019) der CSD (Christoper Street Day) in NYC (New York City) zum 50sten Mal jähren würde und es doch ziemlich lit (Jugendwort) wäre, dort hin zu fliegen. In einem Satz ohne Klammern (;-)) drückte ich meine Begeisterung aus und suchte direkt nach Hotels. Sehr erstaunt war ich, also ich ein „Hotel“ fand, dass nur 360 Euro von uns für 5 Nächte in einer der teuersten Städte der Welt haben wollte – noch dazu ganz ohne Stornogebühren, falls man sich doch noch entscheidet, alles abzublasen. Also hab ich das Hotel kurzerhand gebucht und voller Vorfreude konnten wir unseren Urlaub in Thailand fortsetzen. Eine Weihnachtsperiode, ein Jahreswechsel und ein Carsten Geburtstag später, fing ich an die Flugpreise nach New York zu checken, schließlich hatten wir die Flüge noch nicht gebucht und wollten natürlich den besten aller jemals dagewesenen Flugpreisdeals ergattern. Ich las, man solle so 11 Wochen vor Abflug buchen. Aller zwei Tagen schmiss ich den Skyscanner an war fasziniert davon, wie stark die Preise schwankten. Von 325 bis 3000 […]

Beach & Botox

Das sind irgendwie die zwei Worte, die mir zu Phuket einfallen. Die größte Insel Thailands ist super touristisch, etwas verrucht aber eben auch wunderschön. Natürlich hat sich uns die Frage gestellt, wo wir uns denn hier niederlassen sollen. Wie schon im letzten Post angedeutet, haben wir uns dann doch für Patong entschieden. Das ist auf der gegenüberliegenden Seite der Insel von Phuket Stadt und der Ort, an dem man sich bestens von mafiösen Jet Ski Verleihern oder Ping Pong Show Promotern abzocken lassen, aber eben auch viel feiern kann. Das (Party-)Zentrum von Patong ist die Bangla Road, eine vielleicht 300 Meter lange Straße in der sich die Pups, Discotheken, Bars und Puffs gegenseitig mit extrem lauter Musik jeder Richtung überbieten und mit diversen Angeboten (Flatrate Saufen für 500 Baht) versuchen das meist schon angetrunkene Partyvolk in ihre Läden zu locken. Nachdem wir am Nachmittag in unserem fantastischen Hotel (später dazu mehr) am Pool gechillert haben, sind wir am Abend am Strand entlang geschlendert und eben in diese Straße gezogen. Auch wenn sich meine Schilderungen der Bangla Road nicht so angehört haben mögen, so fand ich es doch ziemlich cool da. Es ist einfach ein totales Schauspiel, was sich dort für […]

Dschungelcamp und Horror Hotel

Nach der Großstadt (Bangkok) und den bezaubernden Insel Ko Samui und Ko Phangan sollte es nun endlich so richtig in den Dschungel gehen. Der Khao Sok Nationalpark ist der angeblich älteste Dschungel der Welt, er hat immerhin schon über 160 Millionen Jahre auf dem Buckel. Für sein gehobenes Alter sieht er noch ganz schön lebendig aus, so viel vorab. Gebucht hatten wir ein Stelzenbungalow im Palmview Resort, eine wunderschöne Anlage unter riesigen, dicken Palmen am Rande des Dschungels. Das wir mitten in der Natur waren, war schon deshalb offensichtlich, da uns im Zimmer gleich ein kleiner, von uns „Fred“ getaufter Gecko begrüßte. Der Bungalow an sich war aber total sauber und liebevoll eingerichtet. Alles aus Holz, ein dichtes Moskitonetz direkt über dem großen Bett und eine Geräuschkulisse wie sie nur ein Dschungel bieten kann. So schliefen wir zu einem Konzert Grillenzirpen, Froschquaken und den sirenenartigen Sound von Riesengrashüpfern ein. Nachts um 3 schreckten wir beide auf, es polterte auf einmal gar heftig auf unserem Holzdach. Wir können nur vermuten, dass eine Horde Affen darauf rumkletterte, denn die Lang-Schwanz-Makaken gibt es hier überall. Leider gesellte sich zu den Affen auch ein ordentlicher Regenschauer, der auch noch andauerte als wir früh aufstanden, […]