Hartes Australien

So lange man Urlaub macht, ist alles schän. Freundliche Leute, schäne Städte, herrliche Landschaften. Wenn man aber kein Geld mehr für Urlaub hat, dann kommt man erst richtig an. Und lernt das Land und seine Sitten richtig kennen. Und merkt, dass es hier auch nicht besser ist, wenn es darum geht seine Rechungen zahlen zu kännen und Arbeit zu finden. Letzteres versuchen wir nun tagtäglich. Mein Job bei Look.Print war nur Ãœbergangsweise, so lange man mich dort halt gebraucht hat. Ich wurde da über so ne Art Zeitarbeitsfirma angestellt und bezahlt. Wenn keine Arbeit da ist, braucht man nicht kommen. Es ist keine Arbeit da. Derzeit, und auch in haher Zukunft nicht.

Also bestand die letzte Woche nur daraus, zu AIFS zu gehen, Bewerbungen zu schreiben, zu recherchieren und neue couchsurfing Anbieter zu finden. Denn Couchsurfing ist nicht nur gratis, sondern auch sehr nützlich um neue Leute, vor allem Aussies kennen zu lernen.

Seit Samstag wohnen wir nun bei einem neuen Couchsurfing Host. Außerhalb, weit außerhalb von Sydney. Mitten auf dem Land. Das Grundstück vom Couchsurfing Host ist gigantisch groß und, sagen wir mal, gewähnungsbedürftig. Warum zeigen wir im nächsten Beitrag.

Bis Samstag haben wir im Hostel gewohnt, im Sydney Backpackers. Ein kleines Hostel, geführt von orientalisch anmutenden Leuten, was etwas gruselig, allerdings sehr sauber war.

Ab morgen haben wir beide einen neuen Job bis Sonntag. Bühne bauen wird`s wohl werden, wenn ich das richtig verstanden habe. 18 Dollar gibts pro Stunde, wenn wir durchziehen, kännen wir 400 Dollar verdienen, was die nächste Zeit erstmal wieder reichen sollte – bis sich vielleicht mal was richtiges ergibt.

Am vorletzten Wochenende haben wir uns einen Tag gegännt, an dem wir nicht auf Jobsuche sondern auf Wandertour gegangen sind. Vom berühmten Bondi Beach zum Coogee Beach haben wir den Beachwalk mitgemacht – und fotografiert:

Nachdem wir am Coogee Beach angekommen waren, haben wir einen Bus genommen, der direkt zu Allan, unserem zu der Zeit aktuellen Couchsurfing Host fuhr. Katastrophe!!! Was äffentlichen Nahverkehr angeht haben die Australier absolut keine Ahnung. Durch Sydney mit ÖPNV zu kommen ist eine Qual. Wir sind 1,5 Stunden mit diesem verdammten Bus gefahren, für vielleicht maximal 20 Kilometer. Die Busse hier stehen mehr, als sie fahren. Entweder an einer Ampel, an einer der Millionen Haltestellen oder im Stau. Es geht so langsam vorwärts, dass man dauernd das Bedürfnis hat auszusteigen und zu laufen. Das Beste: Die Haltestellen haben keine Namen. Das heisst, dass man dem Busfahrer beim Kartenkauf umständlich erklären muss, wo man hin will. Nur Gott weiß, warum nicht. Das Problem ist, dass es zum Bus keine echte Alternative hat. Es gibt eine Straßenbahn. EINE Straßenbahn. Eine einzige. Also eine Linie, die natürlich nicht mal ein Bruchteil der Stadt erreicht. Dann gibt es da noch den Zug. Der ist schnell, fährt aber selten und hat auch nur ein sehr begrenztes Netz. Dazu kommt, dass die Tickets unternander nicht kompatibel sind. Man braucht für jede Strecke, für jedes Verkehrsmittel ne extra Karte. Und die Karte ist auch nicht für eine gewisse Zeit gültig, sondern für die eine Fahrt. Wenn man also wohin will, wo kein Bus oder Zug direkt hinfährt, muss man zwei Tickets kaufen. Vällig bescheuert.

Ansonsten ist Sydney, entgegen dem, was viele sagen, eine Traumstadt. Es ist immer unglaublich viel los, es gibt so unzählig viele Mäglichkeiten um weg zu gehen, es gibt viele großartige Strände, es ist perfekt.

Ab morgen sind wir wieder auf der Suche nach einer neuen Schlafmäglichkeit. Beim nächsten Post berichten wir von unserem jetzigen Couchsurfing Host. Da freu ich mich schon drauf ;-).

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