Nichts als Nichts

Nichts als Nichts
Ok.
Nichts ist nicht richtig,
das Wort ist hier nichtig.
Es kommt darauf an,
wie man „Nichts“ definieren kann.
Es scheint so tot,
Doch es ist so lebendig
Alles ist rot
Und so unendlich
Es ist so schön auf seine eigene Weise
Es ist so gewaltig und doch so Leise
Es bietet so wenig und doch so viel
Das Outback Australiens war unser Ziel.
Bevor ich jetzt aber weiter philosophiere bzw. „poetisiere“, fange ich den Blog Post so an, wie man ihn anfangen sollte, nämlich am Anfang, oder auch am Ende des letzten Eintrags.
Als wir in Cairns aufbrachen um die 2500 km Nach Darwin möglichst schnell hinter uns zu bringen, ahnten wir noch nicht, dass wir 2 Tage später im roten Zentrum Australiens, in Alice Springs sein würden. Wie für uns typisch sind wir wieder viel zu spät raus aus Cairns und haben an dem Tag, oder besser Abend nur 200 km geschafft und haben in Ravenshoe, Queenslands höchst gelegenes Städtchen, übernachtet. Der nächste Tag sollte dazu dienen, richtig Kilometer zu schaffen.
In Normanton wollten wir tanken, konnten das aber nicht, weil alle Tankstellen schon vor ihrem eigentlichen Schließen zu hatten. Wir hingen fest und mussten es uns dort gemütlich machen. Gar nicht leicht, denn die Police teilte uns mit, dass es recht gefährlich wäre „in town“ zu übernachten. Die Australier haben große Probleme mit ihren Ureinwohnern, die meist nur wenig integriert, dafür aber viel besoffen sind. Aborigines gehen nur selten arbeiten, sie bekommen Geld vom Staat was offensichtlich nicht für den „Stoff“ aller Art reicht. Deswegen ist die Beschaffungskriminalität auch in eigentlich kleinen unscheinbaren Gemeinden mitten im Nirgendwo ziemlich hoch.
Schließlich hat uns Freund und Helfer an eine sichere Stelle geleitet an der wir bis zur Öffnung der Tankstelle warten (schlafen) konnten. Sowohl Hugo als auch wir waren voll getankt und konnten nun endlich den Superfahrtag starten. Unser erster Halt sollte „Mt Isa“ sein, denn das war in der Karte als größere Stadt eingezeichnet. War es auch. Ich sollte vielleicht dazu sagen, dass diese Stadt im Umkreis von rund 1000 km die einzige Stadt mit einem vernünftigen Supermarkt und mehr als einer Tankstelle ist. Von dort aus ging es weiter Richtung Stuart Highway, der Straße, die Australiens Süden mit dem äußersten Norden verbindet und straight durch die Mitte des Kontinents verläuft. Irgendwann haben wir den Highway erreicht, nach 1150 km Autofahrt an diesem einen Tag.
Nun waren wir nur noch knapp 1000 km von unserem Ziel Darwin entfernt als wir mitbekamen, dass es, wenn man den Stuart Highway nicht hoch nach Darwin, sondern in die gegengesetzte Richtung fährt, nur noch lächerliche 500 km nach Alice Springs, dem Ausgangspunkt zum Ayers Rock und dem Kings Canyon, sind. Nach einer Nacht drüber schlafen und ein bisschen hin und her Gerechne und Überlege, sind wir zum Schluss gekommen, dass wir wohl nie wieder so nah am Zentrum Australiens sein werden und sind statt 1000 km hoch 500 km runter gefahren. Die Fahrt war wie auch die am Vortag schon, fantastisch. Nicht nur, weil wir einen amerikanischen und sehr unterhaltsamen Anhalter mitgenommen haben, sondern weil wir endlich, nach 9 Monaten Australien weg von der Ostküste ins Outback gefahren sind. Eigentlich ist das Outback langweilig, zumindest auf den ersten Blick, aber genau das ist auch das Aufregende. Diese unendliche Leere, die ewig geraden Straßen, die teilweise dunkelrote Erde, der sich mächtig über einem erhebende Himmel, der so gestochen blau wie die Erde rot ist, die Einsamkeit, die vielleicht alle 2 Stunden mal durch einen Roadtrain gestört wird, das alles macht die Faszination an diesem Stück Erde aus. Am Straßenrand stehen tausende Termitenhügel die aussehen wir die Hüte eines Clowns. Es gibt manchmal auch niedrige Bäume, die meist ziemlich verkümmert und traurig auf dem Feld rumstehen als würden sie sich langweilen. Die Straße wird manchmal ganz unvermittelt einspurig, wenn ein anderes Auto entgegen kommt, muss man auf ein Teilstück Schotter ausweichen und dabei aufpassen, dass man nicht über eine der zahlreichen Känguruleichen fährt. Die Kängurus sind eine Sache für sich. Diese süßen Tierchen fühlen sich nämlich von Licht angezogen und springen deswegen wahnsinnig gern auf die Straße bei Nacht. Deswegen wird immer wieder strengstens abgeraten nachts zu fahren. An unserem 1150 km Tag haben wir die Nachtstunden beim Autofahren direkt hinter einem Road Train verbracht, der war erstens unser Känguruschutzschild und zweitens der Windschattengeber.
Was uns in Alice Springs erwartet hat, ob der Ayers Rock wirklich so toll ist, wie alle Pauschaltouristen behaupten, und ob der Kings Canyon an den großen Bruder Grand Canyon in den Staaten ran reicht, gibt’s im zweiten Teil zu lesen. Bis dahin ein paar Bilder vom Trip von Cairns nach Alice Springs ?

OK!

Nichts ist nicht richtig,
das Wort ist hier nichtig.
Es kommt darauf an,
wie man „Nichts“ definieren kann.

Es scheint so tot,
Doch es ist so lebendig.
Alles ist rot,
Und so unendlich

Es ist so schön auf seine eigene Weise
Es ist so gewaltig und doch so Leise
Es bietet so wenig und doch so viel
Das Outback Australiens war unser Ziel.

Bevor ich jetzt aber weiter philosophiere bzw. „poetisiere“, fange ich den Blog Post so an, wie man ihn anfangen sollte, nämlich am Anfang, oder auch am Ende des letzten Eintrags.

Als wir in Cairns aufbrachen um die 2500 km Nach Darwin möglichst schnell hinter uns zu bringen, ahnten wir noch nicht, dass wir 2 Tage später im roten Zentrum Australiens, in Alice Springs sein würden. Wie für uns typisch sind wir wieder viel zu spät raus aus Cairns und haben an dem Tag, oder besser Abend nur 200 km geschafft und haben in Ravenshoe, Queenslands höchst gelegenes Städtchen, übernachtet. Der nächste Tag sollte dazu dienen, richtig Kilometer zu schaffen.

In Normanton wollten wir tanken, konnten das aber nicht, weil alle Tankstellen schon vor ihrem eigentlichen Schließen zu hatten. Wir hingen fest und mussten es uns dort gemütlich machen. Gar nicht leicht, denn die Police teilte uns mit, dass es recht gefährlich wäre „in town“ zu übernachten. Die Australier haben große Probleme mit ihren Ureinwohnern, die meist nur wenig integriert, dafür aber viel besoffen sind. Aborigines gehen nur selten arbeiten, sie bekommen Geld vom Staat was offensichtlich nicht für den „Stoff“ aller Art reicht. Deswegen ist die Beschaffungskriminalität auch in eigentlich kleinen unscheinbaren Gemeinden mitten im Nirgendwo ziemlich hoch.

Schließlich hat uns Freund und Helfer an eine sichere Stelle geleitet an der wir bis zur Öffnung der Tankstelle warten (schlafen) konnten. Sowohl Hugo als auch wir waren voll getankt und konnten nun endlich den Superfahrtag starten. Unser erster Halt sollte „Mt Isa“ sein, denn das war in der Karte als größere Stadt eingezeichnet. War es auch. Ich sollte vielleicht dazu sagen, dass diese Stadt im Umkreis von rund 1000 km die einzige Stadt mit einem vernünftigen Supermarkt und mehr als einer Tankstelle ist. Von dort aus ging es weiter Richtung Stuart Highway, der Straße, die Australiens Süden mit dem äußersten Norden verbindet und straight durch die Mitte des Kontinents verläuft. Irgendwann haben wir den Highway erreicht, nach 1150 km Autofahrt an diesem einen Tag.

Nun waren wir nur noch knapp 1000 km von unserem Ziel Darwin entfernt als wir mitbekamen, dass es, wenn man den Stuart Highway nicht hoch nach Darwin, sondern in die gegengesetzte Richtung fährt, nur noch lächerliche 500 km nach Alice Springs, dem Ausgangspunkt zum Ayers Rock und dem Kings Canyon, sind. Nach einer Nacht drüber schlafen und ein bisschen hin und her Gerechne und Überlege, sind wir zum Schluss gekommen, dass wir wohl nie wieder so nah am Zentrum Australiens sein werden und sind statt 1000 km hoch 500 km runter gefahren. Die Fahrt war wie auch die am Vortag schon, fantastisch. Nicht nur, weil wir einen amerikanischen und sehr unterhaltsamen Anhalter mitgenommen haben, sondern weil wir endlich, nach 9 Monaten Australien weg von der Ostküste ins Outback gefahren sind. Eigentlich ist das Outback langweilig, zumindest auf den ersten Blick, aber genau das ist auch das Aufregende. Diese unendliche Leere, die ewig geraden Straßen, die teilweise dunkelrote Erde, der sich mächtig über einem erhebende Himmel, der so gestochen blau wie die Erde rot ist, die Einsamkeit, die vielleicht alle 2 Stunden mal durch einen Roadtrain gestört wird, das alles macht die Faszination an diesem Stück Erde aus. Am Straßenrand stehen tausende Termitenhügel die aussehen wir die Hüte eines Clowns. Es gibt manchmal auch niedrige Bäume, die meist ziemlich verkümmert und traurig auf dem Feld rumstehen als würden sie sich langweilen. Die Straße wird manchmal ganz unvermittelt einspurig, wenn ein anderes Auto entgegen kommt, muss man auf ein Teilstück Schotter ausweichen und dabei aufpassen, dass man nicht über eine der zahlreichen Känguruleichen fährt. Die Kängurus sind eine Sache für sich. Diese süßen Tierchen fühlen sich nämlich von Licht angezogen und springen deswegen wahnsinnig gern auf die Straße bei Nacht. Deswegen wird immer wieder strengstens abgeraten nachts zu fahren. An unserem 1150 km Tag haben wir die Nachtstunden beim Autofahren direkt hinter einem Road Train verbracht, der war erstens unser Känguruschutzschild und zweitens der Windschattengeber.

Was uns in Alice Springs erwartet hat, ob der Ayers Rock wirklich so toll ist, wie alle Pauschaltouristen behaupten, und ob der Kings Canyon an den großen Bruder Grand Canyon in den Staaten ran reicht, gibt’s im zweiten Teil zu lesen. Bis dahin ein paar Bilder vom Trip von Cairns nach Alice Springs

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