Nur Fliegen ist schöner

Ein grandioses Silvester haben wir gefeiert, dann hieß es aber auch schon die wieder die glänzende Megapole Sydney zu verlassen, denn unser letzter Roadtrip sollte beginnen. Natürlich sind wir nicht, wie geplant nach Melbourne, sondern gleich schräg durchs Outback in die bekannteste Stadt des Südens „Adelaide“ gefahren. Schon nach 2 Tagen waren wir da, denn bekanntlicherweise ist im Outback nicht so viel zu sehen. Umso mehr in Adelaide.

Bevor wir in die Hauptstadt South Australias einfuhren, machten wir noch nen kleinen Abstecher nach Hahndorf. Das hört sich nicht nur deutsch an, sondern ist es auch. In der Theorie zumindest. 800 Deutsche Auswanderer haben sich im 19 Jh. diesen hübschen Flecken Erde ausgesucht um ihre Zelte aufzuschlagen. Aus diesen Zelten sind heute nicht etwa deutsch aussehende Gebäude, sondern vielmehr die gleichen langweiligen Aussie Hütten, wie überall anders auch, geworden. Alles steht auf Englisch an den Häusern und Schildern, nur ein paar deutsche Würste und Sauerkraut stehen auf den Speisekarten der Restaurants an prominenterer Stelle. Das war`s. Enttäuschend.

Diese Enttäuschung war der Grund dafür, dass wir uns schnell wieder in unser Motorhome geschwungen haben und weiter nach Adelaide, was gleich um die Ecke ist, gefahren sind.  Dort zu späterer Stunde angekommen, konnten wir zu meiner großen Überraschung und Freunde einen bombastischen Sonnenuntergang über dem Meer zuschauen und danach in unserer intergrierten Küche lecker Nudeln mit scharfer Salami, crushed tomatoes und Tomatenmark zubereiten.

Die nächsten 2 Tage haben wir mit ein wenig Sightseeing und rumlungern am Strand verbracht. Schon in Alice Springs hatte ich gelesen, dass man in Adelaide günstig Jetski fahren kann. Also hab ich angerufen und mir die größte Enttäuschung „abgeholt“ die ich bisher in Australien hatte. Ich sollte dazu sagen, dass ich seit Beginn meiner Reise Jetski fahren wollte. Und nun sagt mir der Typ an der anderen Seite der Leitung, dass seine im Verhältnis preisgünstigen Jetski Touren restlos bis nächste Woche ausgebucht seien. So lange konnten wir nicht warten, schließlich lag die Great Ocean Road, Melbourne und dann die Strecke nach Sydney noch vor uns.

Also habe ich das getan, was schon ein paar Mal geholfen hat: Ich habe angefangen den freundlichen Jetski Guide zu nerven. Nach 4 Telefonaten und viel Überredungskunst hat er uns noch am Freitag reingequetscht. Zwei mal 1,5 Stunden Jetski Tour, die dann alles gehalten hat, was sie versprach. Herrlich. Toll, großartig. Perfekt. Jetski  fahren ist für mich der tollste Wassersport (Ich kenne Kite Surfing ja noch nicht).

Noch am gleichen Tag sind wir stolze 570 km gefahren um zur Nähe der Great Ocean Road zu kommen, auf dass wir diese dann in Ruhe abfahren konnten. In Portland sind wir gelandet, Markus und ich dann auch wieder abgehoben. Instruction Flight hieß dass Wort, was uns Aufhören lassen hat. Sprich: Selber ein Flugzeug fliegen. Ein Zweisitzer Flugzeug war das Gerät von dem uns in der Luft das Steuer übergeben wurde. Ab und zu, wenn ich dem Piloten zu krasse Kurven oder zu steil berg auf berg ab geflogen bin, hat er das Ruder übernommen und ich konnte knipsen. Das Resultat davon, wie auch vom Jetski gibt’s jetzt:

Vor 2 Tagen sind wir in Melbourne angekommen und haben die wahrscheinlich schönste Straße der Welt hinter uns gelassen. Bilder und ein bischen Geschwatz von unserer Tour von Portland über die Great Ocean Road nach Melbourne gibt es in wenigen Tagen an dieser Stelle. Bis dahin genieß ich den Sommer, bei aktuell 39 Grad und meine liebsten Leser den Winter, bei wahrscheinlich – 39 Grad ;-).

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