Vive México!

Eigentlich gehört Mexiko eher zu Nord als zu Zentralamerika. Deswegen wird das Land auch nur zum Teil in unserem Reiseführer, dem Lonely Planet Zentralamerika, erwähnt. Trotzdem wollten wir ins Land des Tequila und der Tacos.

Als erstes waren wir in Cancun. Dort sind wir erst spät abends abgekommen und sind mit Sack und Pack durch die Dunkelheit von der Busstation zu einem Hostel spaziert. Gleich an der Busstation trafen wir einen netten Britten, der uns begleitete. Im ersten Hostel, was wir fanden, hatte es kurz zuvor gebrannt. Das Zimmer war zwar wieder hergerichtet, allerdings glich es doch noch einer Baustelle die noch nicht mal eine funktionierende Klimaanlage hatte und demensprechend heiß war. Man versicherte uns zwar, die Klimaanlage wieder in Gang zu bringen, trotzdem entschieden wir uns weiter zu ziehen und das nächste Hostel aufzusuchen. Dort angekommen wurden wir von der Besitzerin höchstpersönlich empfangen, die uns einen Preis nannte, der wesentlich höher als der des anderen Hostels war. Ein Streitpunkt. Naja, nach etwas handeln sind wir für rund 17 Dollar dort unter gekommen und haben es nicht bereut.

Trotz das es sich um ein Hostel handelte, war nicht nur Frühstück sondern auch Dinner inklusive. Ganz entgegen unseren Erwartungen gab es kein Fraß auf Schulspeisungsniveau sondern richtig leckere Kost mit einem Begrüßungsdrink und Nachos dazu. Auch das Frühstück konnte sich sehen lassen. Obstsalat mit Joghurt und Ei – lecker. Am nächsten Tag fuhren wir zur Hotel Zone, dort wo der schöne Strand ist. Er war großartig und viel besser als die amerikanischen Strände. Es ist halt die Karibik und das sieht man. Trotz allem war es extrem touristisch, sowohl von den Leuten als auch von den Preisen her.

Unser Hostel lag in Downtown Cancun, wo es weniger Touristen dafür unzählige Parks und kleine Minirestaurants gibt. Dort haben wir zum ersten Mal richtig mexikansich gegessen. Bis jetzt hatte ich Tacos, Tortas, Empanada, Tortilla und natürlich Nachos. In fast all diesen Speisen ist ein super leckerer weißer Käse drin. Dazu gibt`s meist Fleisch und eine Art Krautsalat. Das ganze ist zudem auch recht günstig. Für 50 Peso (3 Euro) hat man Getrunken und gut gegessen.

An diesem Tag lernten wir Christian kennen, ein Deutscher Student, der in Mexiko ein Semster studiert und vorher noch etwas Urlaub macht. Mit ihm zusammen wind wir am nächsten Tag nach Playa del Carmen weitergefahren. Dort hat es mir wesentlich besser gefallen. Das Hostel war wieder sehr gut und sauber und vor allem, wie toll, 50 Meter vom Strand entfernt. Dieser war wieder unglaublich schön. Im Gegensatz zu Cancun stehen hier keine Bettenburgen, hier herrscht ein wesetlich entspannteres Flair.

Am Abend konnten wir der Versuchung nicht wiederstehen und sind mal wieder ordentlich feiern gewesen. Da sah es mit den Preisen natürlich anders aus. 100 Peso pro Mixgetränk, dort konnte man ordentlich Geld lassen. Auf dem Klo hingen überall Warnschilder, dass wenn man mit illegalen Substanzen erwischt wird, man sofort den Behörden übergeben werden würde. Trotzdem fragte mich ein Typ im Bad direkt ob ich nicht Bock auf etwas Koks hätte, ich lehnte dankend ab.

Erst früh um 7 waren wir wieder im Hostel und haben noch ganze 4 Stunden geschlafen. Dann ging es auch schon weiter nach Tulum, ein nicht sehr hübsches Städtchen 50 km südlich von Playa del Carmen. Hier haben wir im Hostel eingecheckt und haben einfach nur den Strand genossen. Sinah ist daheim geblieben, sie war recht fertig. Abends gab`s im Hostel Self-Made Barbeque + zwei Bier für 65 Peso, was wir ausgiebig nutzten.

Ein erstes Highlight erwartete uns am zweiten Tag. Wir fuhren mit dem Bus zu Maya Ruinen, die ersten, die ich jemals gesehen habe. Um ganz ehrlich zu sein kann ich diesen Ruinen bei all der geschichtlichen Relevanz noch nicht so viel abgewinnen, mal sehen wie das in Guatemala wird, wo wir uns wieder welche ansehen werden. Abends haben wir fleißig geplant und uns letztlich dafür entschieden, durch Belize nach Guatemala zu kommen. Eigentlich wollten wir nicht in diesen Land, da es dort wohl nicht so viel zu sehen gibt und wir ja auch nicht undendlich Zeit haben.

Die ganze Planerei hat so lange gedauert, dass es auf einmal halb eins war und wir ins Zimmer gingen. Das Frühstück war wie auch schon am Vortag sehr reichhaltig. Zwei Taost und zwei Eier – zum selber braten, rühren, kochen. Da wir es mal wieder nicht reichzeitig zur ersten Tour geschafft haben, nahmen wir die zweite um 14 Uhr. Diese Tour war unbeschreiblich schön.

Zuerst fuhren wir nach Akumal, einem wunderschönen karibischen Strand mit dem zweitgrößten Riff der Welt in Schwimmweite, welches sich an der Küste des Atlantik antlang schlengelt. Mit Schnorchelausrüstung und einem Tour Guide schwammen wir Richtung Riff und konnten echt riesige Schildkröten beobachten. Ich liebe diese wunderschönen Tiere, sie sehen so ästethisch aus, gleiten elegant durch`s Wasser und tauchen aller paar Minuten zum Atmen auf. Trotz allem muss ich zugeben, dass das Great Barrier Reef vor Australien, zumindest an der Stelle, an der ich beschnorchelt habe wesentlich schöner, weil farbenfroher und tierreicher ist.
Das wirkliche Highlight dieser Tour war die Cenote Dos Ojos.

Eine Cenote ist eine Höhle. Der Name Cenot stammt aus der Sprache der Maya und bedeutet soviel wie die weibliche Brust. Da in diesen Höhlen das Wasser klar, sauber und vor allem süß ist, war es der Lebenssaft der Maya, daher dieser Name. Als die spanischen Kolonialmächte zusammen mit ihrer Sprache hierher übersiedelten, übernahmen sie diesen Namen und hingen einfach ein “e” an. In der Cenote Dos Ojos (zwei Augen) wurde sogar schon der Hollywood Kracher The Cave gedreht, kein Wunder beim Anblick dieser mit Wasser gefüllten Höhle. Dort haben wir wieder Flossen, Schnorchel und Brille ausgepackt und sind in die Tiefen eines schier unendlichen Höhlensystems vorgedrungen. Unter Wasser zeigt sich eine gebirge Landschaft, man fühlt sich, als würde man durch Täler eben jenes Gebirges fliegen. Eine ganz neue, großartige Erfahrung. Unbeschreiblich.

Leider konnten wir davon nicht wirklich Bilder machen, denn wasserfest sind all unsere Kameras leider nicht. Die Bilder, die bis heute entstanden sind, will ich trotzdem nicht vorenthalten:

Heute nacht geht`s nun weiter nach Belize. Wir fahren 0:45 los und sind am Morgen gegen 8 Uhr da. Danach geht`s nach jetzigem Stand weiter nach Guatemala. Ob dieser Plan letztlich so geblieben ist, gibt`s dann natürlich im nächsten Post 🙂

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